Weitere Kinos

Im Wandsbek Quarree ist das Cinemaxx Wandsbek untergebracht – mit gerade einmal fünf Sälen eines der kleinsten Kinos der Kette. Dort laufen beinahe ausschließlich Filme, die ich mit meiner Cinemaxx Kinoflatrate sowieso in Harburg und am Dammtor sehen kann, deswegen bin ich dort wenn es hoch kommt einmal im Jahr. Dennoch ein schönes Kino mit stilvollem Foyer. Kostenlose Parkplätze sind mir nicht bekannt – ich fahre dort immer mit der U-Bahn hin (Station Wandsbek-Markt)

Cinemaxx Wandsbek, Quarree 8 (Wandsbek)

 

Ein wahrhaft uriges Filmerlebnis bietet das traditionelle Magazin-Kino, dessen Ursprünge bis in die 30er Jahre zurückreichen (damals noch unter andrem Namen). Hier werden Arthouse- und anspruchsvolle Mainstream-Filme zweitverwertet – im Durchschnitt vier bis sechs Wochen nach ihrem ursprünglichen Kinostart. Das Programm wechselt wöchentlich; jede Woche werden drei neue Filme gezeigt; das Programm steht bereits Wochen im Voraus fest, dementsprechend gut kann man seine Besuche im Magazin planen. Foyer und Kinosaal wecken nostalgische Gefühle. Das Kino hat ein treues Stammpublikum; selbst bei bestem Sommerwetter sind die meisten Vorstellungen gut besucht. Vom U-Bahnhof Lattenkamp geht man 8 bis 10 Minuten zu Fuß, parken kann man sehr gut am Jahnring aus Richtung City-Nord kommend – auf dem Parkstreifen ist fast immer etwas frei. Von dort geht man fünf Minuten. Am Kino selbst, das mitten in einem Wohngebiet liegt, wird man nicht fündig

Magazin, Fiefstücken 8a (Winterhude)

www.magazinfilmkunst.de

 

In traumhafter Lage direkt am Jungfernstieg liegt das Streits – ein Aushängeschild der Hamburger Kinolandschaft. Ein derartiges Kino gibt es in Hamburg nicht noch einmal – hier gibt es für Parkett und Loge noch separate Eingänge; man kann sich also nicht mit seiner billigen Parkettkarte auf einen Logenplatz schleichen. Früher auf Arthouse-Filme spezialisiert, ist das mittlerweile zur Cinestar-Gruppe gehörende Einsaal-Haus mittlerweile das Kino in Hamburg für Originalversionen von Blockbustern. Wer den neuesten Harry-Potter-Film auf Englisch anschauen will, muss ins Streits. Mit Parkplätzen in Kinonähe sieht es schlecht aus. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln geht es am schnellsten. Wer nicht auf das Auto verzichten will, berücksichtigt die Parkhinweise für das Cinemaxx Dammtor. Dann muss man allerdings einen Spaziergang durch die Colonnaden miteinplanen, aber es gibt schlimmeres.

Streits, Jungfernstieg 38 (Neustadt)

Zeise

Die in den Zeise-Hallen ansässigen Zeise-Kinos sind für ihre einzigartige Atmosphäre berühmt. In drei Sälen werden den Zuschauern Arthouse-Perlen serviert. Besonders der große Saal 1 ist ein architektonischer Leckerbissen und zählt zu den schönsten und edelsten der Stadt. Für das besondere Zeise-Flair sorgen die teils unverputzten Wände in den Kinosälen; eine Hommage an die alte Schiffsschraubenfabrik Theodor Zeise, die früher im Gebäude untergebracht war. Die Zeise-Hallen stehen unter Denkmalschutz. Komplett dogmatisch ist man übrigens nicht, was das Programm anbelangt. So kann sich auch mal ein „Ice Age 3″ nach Ottensen verirren. Direkt neben den Zeise Kinos findet sich übrigens das Filmhaus Hamburg, samt angeschlossener Filmhauskneipe.

Was die Parkplatzsituation anbelangt: miserabel. Das In-Viertel Ottensen platzt aus allen Nähten. Wenn man aus der Innenstadt kommend rechts von der Königsstraße in die Max-Brauer-Allee einbiegt, ergattert man dort mit viel Glück einen der wenigen, kostenlosen Stellplätze. Von dort muss man aber noch 12-15 Minuten laufen. Besser gleich mit der S-Bahn bis Altona fahren und von dort zu Fuß gehen – in sieben Minuten ist man da.

Zeise, Friedensallee 7 (Ottensen)

www.zeise.de

3001

Das 3001 im Schanzenviertel stellt ein unverzichtbares Kleinod in der Hamburger Kinoszene dar. Man erreicht es nur durch einen Hinterhof an der Schanzenstraße. Es gibt nur einen, dafür aber ausgesprochen hübschen Saal mit 96 Plätzen, in dem täglich vier Vorstellungen aufgeführt werden – am Wochenende sogar fünf. Natürlich wechseln die Film von Vorstellung zu Vorstellung – kein Film läuft öfter als einmal pro Tag. Das außergewöhnliche ist das Programm – hier findet der Kinofreund seltene Arthouse-Filme, seltene Dokumentionen, seltene Trashklassiker. Circa 80 Prozent aller im 3001 aufgeführten Filme laufen nur dort und nirgendwo sonst in Hamburg. Der „mainstreamigste“ Film in diesem Jahr war wahrscheinlich Steven Soderberghs sprödes Guevara-Porträt „Che“. Das sagt alles. Das Kino ist fast immer gut besucht, egal welcher noch so unkommerzielle Film dort gezeigt wird. Sehr schön: man entscheidet selbst, ob man Ermäßigung bekommt oder nicht – ohne dass dies in irgendeiner Art und Weise hinterfragt wird. An der Kinokasse einfach „einmal ermäßigt“ fordern – und schon zahlt man nur 5,50 Euro anstatt 6,50 Euro. 2008 wurde das 3001 mit dem Hauptpreis der Bundesregierung  für das deutschlandweit beste Jahresfilmprogramm ausgezeichnet.

Der Kinoeingang: Schanze pur

Der Kinoeingang: Schanze pur

Die Parkplatzsituation könnte besser sein. An der Stresemannstraße, Ecke Bernstorffstraße ist eine kleine Parkgasse, in der man ab 16 Uhr kostenfrei parken kann – von dort sind es 8 bis 10 Gehminuten zum 3001. Auch am Neuen Pferdemarkt, bzw. in der Lagerstraße kann man sein Glück versuchen. Ansonsten: 3 Gehminuten bis zum S- und U-Bahnhof Sternschanze. Die dort ansässigen Punks samt freilaufender Hundemeute sorgen sofort für authentisches Schanzenfeeling.

3001, Schanzenstraße 75 (Sternschanze)

www.3001-kino.de

Abaton

Weit über die Grenzen Hamburgs hinaus, ist das Abaton im Uni-Viertel bekannt, eines der ersten deutschen Programmkinos. In 3 Sälen (Großes Kino, Oberes Kino, Kleines Kino) wird dem geneigten Filmliebhaber alles geboten, was das Herz begehrt. Anspruchsvolles Kino, gerne auch in der Originalfassung, seltene Dokumentarfilme, Kinderkino – und das mit einem flexiblen Spielplan, der jeden Tag anders aussieht. Das Abaton wurde schon diverse Male für sein überragend gutes Programm ausgezeichnet – erst diese Woche erhielt es den diesjährigen Hauptpreis der Hamburger Kinopreise – immerhin eine Prämie in Höhe von 15 000 Euro. In keinem anderen Programmkino ist das Publikum so gemischt wie im Abaton; aufgrund der Lage – man grenzt unmittelbar an den Uni-Campus – wird das Kino auch von überproportional vielen Studenten frequentiert. Man leistet sich ein kleines, aber feines Foyer mit einer hübschen Bar und auch sonst wird Gemütlichkeit großgeschrieben. Immer wieder amüsant ist es, die doch sehr enge Treppe zum oberen Kino hinaufzusteigen. Auf der Tür zur Männertoilette prangt ein Bild von Laurel & Hardy, auf der Damentoilette eines von Marilyn Monroe.

Das Abaton: Ein Hamburger Institution

Das Abaton: Eine Hamburger Institution

 Sehr viel häufiger als anderswo  finden Sonderveranstaltungen mit Filmschaffenden statt; wer demnächst beispielsweise Fatih Akin, Hans-Christian Schmid oder Andreas Dresen anlässlich ihrer neuen Film treffen möchte, kann dies garantiert im Abaton.

Direkt vorm Abaton ist ein Parkplatz, auf dem ab 16 Uhr kostenfrei geparkt werden kann. Sollte dieser allerdings belegt sein, was sehr gut passieren kann, muss man sich im Uni-Viertel etwas suchen, was äußerst mühsam sein kann. Sonst fährt man den Metrobuslinien 4 und 5 bis zur Haltestelle Grindelhof. Vom Dammtorbahnhof, bzw. U-Bahnhof Hallerstraße benötigt man 10 bis 15 Gehminuten.

Abaton, Allendeplatz 3 (Rotherbaum)

www.abaton.de

Passage und Holi

Das Passage und das Holi gehören zu den traditionellen Hamburger Lichtspielhäusern. Sie gehören beide zur Cinemaxx-Gruppe und teilen das aktuelle Arthouse-Programm untereinander auf – ein Film läuft niemals gleichzeitig im Holi und im Passage. Das Passage-Kino an der Mönckebergstraße lässt altes Kinoflair aufkommen. Im Foyer mit seiner Bar und den goldenen Lüstern an der Decke fühlt man sich wie in einer anderen Zeit. Herzstück des Kinos ist der gr0ße Saal 1 mit seiner Leinwand, die bei entsprechenden Breitwandfilmen ausgefahren und an den Seiten ausgeklappt wird. Über eine Treppe gelangt man zu den Sälen 2 und 3, wobei die Bezeichnung Saal auf Kino 3 eigentlich nicht zutrifft. Die Leinwand ist winzige sechs Quadratmeter klein, nur 40 Plätze stehen zur Verfügung – Hamburgs kleinstes Kino. Dort habe ich einmal bei ausverkauftem Haus den dreistündigen David-Lynch-Film „Inland Empire“ gesehen – diese Erfahrung war, um es vorsichtig zu formulieren, recht intensiv, was sowohl am Film, als auch an der beklemmenden Enge des Minisaals lag. Die Zukunft des 1913 erbauten Kinos sieht allerdings nicht gerade rosig aus, diverse Medien berichten von der bevorstehenden Schließung.

Das Holi beherbergt zwei Säle – der riesige Saal 1 mit seinen samtroten Sesseln gehört zu den schönsten in ganz Hamburg. Kurios: Der kunstvoll gestaltete Vorhang der Leinwand steht unter Denkmalschutz. Im Foyer plätschert ein kleiner Springbrunnen vor sich hin.

Kino mit Anspruch ist die Devise der beiden Filmtheater; ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem europäischen Kino, speziell auf dem französischen. Aber auch amerikanische Independent-Filme sind durchaus erwünscht. Die ganz abseitigen Filme fehlen allerdings; es handelt sich in erster Linie um „Arthouse-Mainstream“.

Das Passage ist nur schwer mit dem Auto zu erreichen, abends findet man jedoch am Chilehaus meistens einen Parkplatz. Das Holi liegt direkt an der U-Bahn-Station Hoheluftbrücke. Unter dem U-Bahn-Viadukt in der Isestraße sind immer kostenlose Parkplätze zu ergattern, es sei denn der berühmte Isemarkt hat mal wieder seine Zelte aufgeschlagen.

Passage, Mönckebergstraße 17 (Altstadt)

Holi, Schlankreye 69 (Harvestehude)

UCI Othmarschen

Direkt an der A7/Abfahrt Othmarschen gelegen ist das UCI Othmarschen für mich mit dem Auto von Marmstorf aus gut zu erreichen – natürlich nur, falls es vor dem Elbtunnel keinen Stau gibt, was leider fast nie der Fall ist. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln dauert es länger – immerhin fahren vom Bahnhof Altona diverse Busse, die direkt am Kino halten. Das Kino mit seinen neun Sälen ist im zweiten Stock des sogenannten Othmarschen-Parks anzufinden; das Gebäude teilt man sich unter anderem mit einem Südstaatenrestaurant, einem Billard-Center und einer Bowlingbahn. Die Kassen liegen allerdings im ersten Stock (neben dem Billard-Center). Die Sitze sind bequem, die Technik ist gut – und doch meide ich das Kino, wenn es nur irgend geht. Der Grund: Entgegen den sonstigen Gepflogenheiten gibt es keine Ermäßigungen für Schüler und Studenten. Für eine normale Parkettkarte zahlt man also mindestens 7,10 Euro. Richtig gelesen. Nicht etwa 7 Euro, sondern 7,10 Euro. Wenn ich doch einmal dorthin fahre, was durchaus vorkommen kann, da das Kino bisweilen einige Filme exklusiv zeigt (allgemein laufen natürlich die aktuellen Blockbuster), tue ich dies immer am Kinotag (Dienstag), wo man für eine Parkettkarte nur 5 Euro berappen muss.

Wer nicht im angeschlossenen Parkhaus parken will, muss einfach auf der Baurstraße in Richtung Bahrenfeld einige hundert Meter weiterfahren. Im dortigen Wohngebiet findet man immer einen kostenlosen Abstellplatz für seinen Wagen.

UCI Othmarschen, Baurstraße 2 (Othmarschen)

UCI Smart-City

Neben dem beeindruckenden Smart-Tower am Friedrich-Ebert-Damm ist das UCI-Kino Smart-City zu finden – aufgrund der freitragenden Glasfassade – laut Homepage des Kinos eine der längsten in Deutschland – ein nicht weniger beeindruckender Anblick. Nicht weniger als 9 Säle sind dort zu finden. Das Foyer in dem schätzungsweise acht Kartenhäuschen stehen (von denen allerdings höchstens zwei besetzt sind) erinnert aufgrund seiner Höhe eher an einen Flugzeughangar. Während man in der Schlange steht, kann man einen Blick ins nur durch eine Glasfront vom Foyer getrennten Autohaus werfen, oder sich überlegen, welchen Cocktail man nach dem Film im Bolero zu sich nimmt, dessen Ausläufe ebenfalls fast bis zu den Kartenhäuschen reichen. Unten an der Rolltreppe wartet auch schon der freundliche Kartenabreißer und ab geht die wilde Fahrt auf die zweite Foyerebene, wo diverse Verpflegungsstände aufgebaut sind. Um in die Säle zu gelangen bedarf es eines weiteren Treppengangs. Die 9 Säle sind tatsächlich in einer Reihe hintereinander angeordnet (so erklärt sich auch die lange Glasfassade). Bis auf den großen Saal 6 sehen dabei alle Kinos identisch langweilig aus; hier bekommt der Ausdruck „Schachtelkino“ eine ganz neue Bedeutung. Aber: die Technik ist ausgzeichnet – besonders witzig, sind die Saaltüren, die sich automatisch verschließen, sobald die Werbung beginnt. Auch hier gilt: gezeigt wird das aktuelle Mainstream-Programm. Wird bei den UCI-Kollegen von der Mundsburg öfter mal ein anspruchsvoller Film gezeigt, so wird dieses Prinzip in der Smart-City ins Gegenteil umgewandelt. Flache Filme – bevorzugt aus den Genres Komödie, Horror und Action, die von den jeweiligen Verleihern meistens nur mit ungefähr 10 Kopien bundesweit gestartet werden – und von denen man im Vorfeld weiß, dass sie nicht allzu gut laufen werden, laufen in Hamburg garantiert in der Smart-City. Aktuelles Beispiel gefällig? Der von der Kritik verrissene „Horsemen“ – ein heftiger Thriller mit Dennis Quaid (FSK 18) startet am 27.8. mit genau 10 Kopien – und ist in Hamburg natürlich in der Smart-City zu sehen. Auch hier sind die moderaten Eintrittspreise lobend zu erwähnen.

Imposant: Die Glasfassade des Kinos. Ganz rechts: Der Smart-Tower

Imposant: Die Glasfassade des Kinos. Ganz rechts: Der Smart-Tower

Bitte nicht im überteuerten Parkkhaus parken – circa 200 Meter vom Kino entfernt bei Burger King beginnt eine Parallelstraße zum Friedrich-Ebert-Damm, wo dauerhaft kostenlos geparkt werden kann. Aber auch Richtung Media Markt auf der anderen Seite gibt es eine derartige Parkplatzgasse. Generell gilt: wer suchet, der findet auch – die Parkplatzsituation im Umfeld des Kinos ist weitestgehend hervorragend, da es nicht in einem überfüllten Wohn-, sondern einem Gewerbegebiet liegt.

UCI Smart-City, Friedrich-Ebert-Damm 134 (Wandsbek)

UCI Mundsburg

Das UCI Kino an der Mundsburg hieß bei seiner Eröffnung Ende der 90er Jahre (es müsste so um die Jahreswende 1998/1999 eingeweiht worden sein) noch gar nicht so. Warner Village, Village Cinemas, Kinopolis – in den ersten Jahren seiner Existenz musste sich das Publikum beinahe jährlich aufgrund diverser Betreiberwechsel einen neuen Namen merken. Diese Zeiten sind lange vorbei – das UCI Mundsburg ist in Hamburg mittlerweile fest etabliert. Im Einkaufszentrum an der Hamburger Straße anzufinden, muss man erst einmal mit einer Rolltreppe fahren, um die Kinokasse, die ganz amerikanisch mit Box Office überschrieben ist, zu erreichen. Aber Vorsicht – bei einer zu langen Schlange steht man urplötzlich im danebenliegenden Südstaatenrestaurant „Lousiana“, das für gewöhnlich sehr gut besucht ist. Um ins eigentliche Kino zu gelangen, bedarf es einer weiteren Rolltreppenfahrt. Das großzügige Foyer wurde kürzlich mit komplett neuen, bequemen Sesseln in großer Anzahl ausgestattet. Sämtliche acht Säle sind rechts und links eines nicht enden wollenden Ganges angesiedelt. Den Weg vom Kartenabriss bis zum ganz hinten liegenden Saal 8 nutzen einige Zeitgenossen als Ersatz für ihren Sonntagsspaziergang. Die Treppen in den Sälen sind unverständlicherweise in der Mitte des Zuschauerraumes angesiedelt. Schon seit längerer Zeit machen Motten das Kino unsicher – diese Geschichte geisterte vor Jahren mal durch die Presse. Die bequemen, aber ungewöhnlich konstruierten Kinosessel lassen über dieses Manko hinwegsehen. Programmatisch bietet das Kino ein hochwertiges Programm an. Natürlich werden sämtliche Blockbuster gezeigt – die typischen Multiplexfilme eben, aber beinahe wöchentlich wird auch ein Arthousefilm gestartet, der in keinem der fünf anderen Hamburger Multiplexe zu sehen ist. Auch die moderate Preisgestaltung ist zu loben. Wie in allen UCI-Kinos sind auch hier 3D-Vorstellungen möglich.

Ein unschlagbarer Parkplatztip für alle, die nicht mit der U-Bahn kommen, und der nicht nur für Besucher des Kinos, sondern auch für Besucher des Einkaufszentrums in der Hamburger Straße zu empfehlen ist: in der Straße Finkenau habe ich bisher immer einen Parkplatz gefunden. Von dort sind es allerhöchstens fünf Gehminuten zum Kino, bzw. EKZ. Bloß nicht in das überteuerte Parkhaus fahren.

UCI Mundsburg, Hamburger Straße 9 (Uhlenhorst)

www.uci-kinowelt.de

Cinemaxx Dammtor

Das 1996 eröffnete Cinemaxx am Dammtorbahnhof war damals das erste Multiplexkino der Hansestadt und entwickelte sich schnell zum bekanntesten und bestbesuchten Kino der Stadt. Ich weiß noch, wie ich beeindruckt ich von meinem ersten Besuch dort war (Dezember 1996 – „Der Glöckner von Notre Dame“) – kein Wunder, wenn man vorher nur das Gloria kannte. Saal 1 –  mit seinen 1001 Plätzen der größte Kinosaal Hamburgs -  ist bewusst als großer Premierensaal konstruiert worden. Dort waren bereits die größten Kinostars der Welt zu Gast: Pierce Brosnan, Jodie Foster, Tom Cruise, Keanu Reeves, Kevin Costner, Mark Wahlberg, George Clooney, Tom Hanks, Nicole Kidman, Gérard Depardieu. Ganz zu schweigen von unzähligen deutschen Filmgrößen. Auf zwei Etagen beherbergt das Kino insgesamt acht Säle, in denen überwiegend das aktuelle Mainstreamprogramm gezeigt wird; mitunter schleicht sich aber auch einmal ein anspruchsvoller, gerne auch deutscher Film ins Programm. Seine exponierte Stellung in der Hamburger Kinolandschaft verdankt das Filmtheater sowohl seiner zentralen Innenstadtlage, als auch seiner Architektur. Es wirkt von außen groß und imposant; zudem steht es alleine auf einer großen Fläche – hier ist der Ausdruck Filmpalast tatsächlich zutreffend.

Am einfachsten erreicht man das Cinemaxx Dammtor mit der S-Bahn. Vom Bahnsteig des Dammtorbahnhofs bis ins Kinofoyer benötigt man drei Gehminuten. In der Neuen Rabenstraße findet man ab 17 Uhr in der Regel einen kostenfreien Parkplatz. Auch am Mittelweg und in der Esplanade hat man manchmal Glück. Zu einer früheren Uhrzeit muss man allerdings wahrscheinlich das kostenpflichtige Parkhaus des CCH benutzen.

Cinemaxx Dammtor, Dammtordamm 1 (Neustadt)

Sieht gut aus - das Cinemaxx Dammtor bei Nacht

Sieht gut aus - das Cinemaxx Dammtor bei Nacht

Cinemaxx Harburg

 

Roter Klinker und Glas - Außenansicht des Cinemaxx Harburg

Roter Klinker und Glas - Außenansicht des Cinemaxx Harburg

Das Cinemaxx Harburg ist das Kino, das ich mit Abstand am häufigsten besuche. Das liegt natürlich in erster Linie an der geographischen Nähe. Mit dem Auto brauche ich aus Marmstorf knapp sieben Minuten, mit dem Bus 12 Minuten und mit dem Fahrrad 15 -20 Minuten. Doch auch sonst ist das Lichtspielhaus ein Multiplexkino der Extraklasse. Seit der Eröffnung im Oktober 1999 war ich fast jede Woche da. Damals löste das Cinemaxx das alte Harburger Gloria-Kino ab, das gerade einmal 50 Meter Luftlinie entfernt am Ende der Lüneburger Straße anzufinden war. Das Gloria-Gebäude wurde komplett abgerissen und neu aufgebaut; heute beherbergt es Senioren-Wohnungen. Der Kinomythos Gloria besteht immer noch; der Name des alten Kinos wurde übernommen, ebenso die alte rot-weißen Buchstaben an der Außenwand. Doch ich schweife ab. Das Cinemaxx Harburg beherbergt sieben Säle auf drei Etagen – einzigartig in Hamburg.  Im Erdgeschoss findet sich der prächtige Saal 1 mit über 500 Plätzen; Saal 2 und 3 befinden sich im ersten Stock, die Säle 4 bis 7 im zweiten. Wer keine Treppen steigen mag oder kann, fährt bequem mit dem Fahrstuhl. Die Kinositze in den Sälen sind äußerst bequem. Das Foyer auf allen drei Etagen ist dank der architektonischen Konstruktion angenehm hell und freundlich. Gezeigt wird in der Regel das typische Mainstreamprogramm mit aktuellen Blockbustern, wobei das reguläre Programm tendenziell etwas anspruchsloser ist, als im Cinemaxx am Dammtor. Gerne laufen auch mal flache Teenie-Komödien oder Horrorfilme in den kleineren Sälen. Dennoch hat auch das anspruchsvolle Kino seinen festen Platz im Programm. Praktisch seit der Kinoeröffnung wird jeden Montag in der 17 Uhr und 20 Uhr Vorstellung der sogenannte „besondere Film“ gezeigt. Dabei handelt es sich stets um einen relativ aktuellen Arthouse-Film, der circa sechs bis acht Wochen nach seinem Bundesstart aufgeführt wird. So kommt es, dass im Cinemaxx Harburg auch mal ein Film gezeigt wird, der bis dato in Hamburg ausschließlich im Abaton gezeigt wurde. Im Zuge der 3D-Aufrüstung der Cinemaxx-Kette werden bald auch dreidimensionale Filme in Harburg zu sehen sein.

Kostenlose Parkplätze in unmittelbarer Kinonähe findet man beispielsweise bei Möbel Kabs am Krummholzberg oder in der Amalienstraße – allerdings erst ab 19 Uhr. Während der kompletten Kinoöffnungsdauer umsonst parken, kann man auf dem unter Harburgern als „Behördenparkplatz“ bekannten Areal in der Julius-Ludowieg-Straße direkt am Harburger Rathaus. Von da sind es circa 5 bis 7 Gehminuten bis zum Kino. Besucher aus der Innenstadt fahren bis zum S-Bahnhof Harburg und gehen von dort 300 Meter zu Fuß.

Cinemaxx Harburg, Moorstraße 1 (Harburg)

www.cinemaxx.de